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Vorreiter in der praktischen Umsetzung der Energiewende

Die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen ist uns eine Herzensangelegenheit. Deshalb erzeugen wir auf unserem Hof Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Außerdem: Wenn man es richtig betrachtet, steckt selbst im Rinderdung noch eine gehörige Portion Energie. Warum sollte man diese Energie nicht nutzen? Wir suchen stetig nach neuen Wegen, um unsere Energiekreisläufe auf dem Hof zu optimieren.

Hofeigene Ressourcen sinnvoll verwerten in unserer Biogasanlage

Neben unserer symbolträchtigen Eiche steht sie: Die Biogasanlage. In ihr vergären Mikroorganismen hauptsächlich Reststoffe, die auf dem Hof anfallen. Als Substrat dienen in erster Linie der hofeigene Wirtschaftsdünger, Mist von benachbarten Pferdebetrieben, etwas Silomais und Futterreste. Bei der Vergärung entsteht Methan ( = Biogas), das wir zur Stromgewinnung nutzen. So werden ca. 1 Mio. kWh Strom für die Stadtwerke Bielefeld  erzeugt. Bei störungsarmem Betrieb kann unsere Biogasanlage immerhin fast 300 Haushalte mit Strom versorgen. Bei der Umwandlung von Gas zu Strom wird außerdem Wärme frei, die wir nicht ungenutzt verpuffen lassen: Sie wird über eine Nahwärmeleitung in das angrenzende Altenheim Boysenhaus und in unsere neue Hofmolkerei geleitet. Die vergorene Biogasgülle dient als Dünger für unseren Futterbau. Dadurch kommen wir dem Ziel eines geschlossenen Nährstoffkreislaufs näher. Zwar erfordert die Biogasanlage viel Tüftelarbeit von Joachim, eingefleischter Bastler und Wilhelmsdorfer Urgestein ( > 20 Jahre bei uns), doch wird dies durch die ökologisch wertvollen Effekte wettgemacht: Die CO2-Bilanz wird verbessert, denn es wird Energie aus regenerativen Quellen erzeugt. Treibhausgasemissionen werden gesenkt, denn Methan wird verwertet statt emittiert. Die Geruchsbelastung sinkt, denn Biogasgülle enthält weniger Ammoniak und Schwefel. Die Düngewirkung der Gülle wird verbessert, denn Biogasgülle kann von den Pflanzen besser verwertet werden.

Mit der Sonne zu Strom auf unseren Dächern

Viele unserer Dächer werden zur Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen genutzt. Das Kuhstalldach haben wir im Herbst 2011 von den alten Welleternittplatten „befreit”, neu eingedeckt und nun mit 140 kWp Solarmodulen belegt. Insgesamt haben wir nun 355 kWp installiert. Damit können rein rechnerisch ungefähr 350 Menschen mit Strom versorgt werden. Der Sonnenstrom wird ins Stadtwerkenetz eingespeist. Die meisten Anlagen haben wir mit der Firma GT-Solar aus Gütersloh projektiert. Die Dachflächen wurden instandgesetzt und für 20 Jahre vermietet. Die Stadtwerke Bielefeld sorgen dafür, dass die Strommenge aufgenommen werden kann. So kann quasi als weiteres Nebenprodukt der Milchviehhaltung neben Biogasstrom (1 Mio. kWh) auch noch Sonnenstrom geerntet werden. 

Windkraft als lokale Gemeinschaftsaufgabe

Seit 2017 stehen drei Windräder auf unseren Futterflächen, den Bruchwiesen. Sie versorgen ungefähr 20.000 Menschen mit Strom. Die Umsetzung war ein echtes Teamprojekt, das über die lose Idee (2008) bis zum Bau (2017) seine Zeit dauerte. Ziel aller Beteiligten war es von Anfang an: Weg von der Atom- und Kohleenergie hin zu erneuerbaren Energien. Der Stadtrat Bielefeld und die Bezirksvertretung Sennestadt initiierten die Flächenprüfung. Die von Bodelschwinghsche Stifungen Bethel stellten ihre Flächen zur Verfügung. Wir nahmen die Flächen aus unserer Nutzung. Die Stadtwerke Bielefeld und Gütersloh planten und betreiben die Windkraftanlagen. Auf den Bruchwiesen wird also partnerschaftlich in der Region die Energiewende praktisch umgesetzt.