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5,99€ je 250ml nur
Angefangen haben wir 1995 zu Dritt. Damals waren die Tage ausgefüllt mit Arbeiten rund um die Kühe und auf dem Feld und mit Baumaßnahmen.

Doch als Biobauern, das wussten wir, müssen wir uns auch um die Verarbeitung und den Absatz der Produkte kümmern. Nach und nach wurden daher andere Bereiche wie die Molkerei, die Biogasanlage, der Hofladen und der Lieferservice aufgebaut. So ist aus dem ursprünglichen zwei Familien-Betrieb Berger/ Schumacher heute ein kleines Unternehmen mit vielen Mitarbeitern geworden. Es zeigt sich – wie auch andernorts –, dass Ökolandbau ein echter Arbeitsplatzmotor sein kann. Geblieben ist die hohe Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen. Weil wir so viele sind, haben die Landwirte heute die Möglichkeit, wechselweise am Wochenende etwas Erholung zu tanken - was in tierhaltenden Betrieben sonst nicht immer üblich ist. Schließlich müssen die Tiere jeden Tag gefüttert und gemolken werden.
Johannes Berger

Johannes, Jahrgang 1958, ist gebürtiger Ostwestfale und hat seinen Berufsweg mit einer Elektrikerlehre begonnen, bevor er sich entschloss, in Soest Agrarwirtschaft zu studieren. Nach seinem Studium arbeitete er lange bei der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und später in Brandenburg als landwirtschaftlicher Berater für Biolandbau. 1995 machte er gemeinsam mit Ulrich Schumacher den Sprung ins kalte Wasser der Selbstständigkeit, indem er das Gut Wilhelmsdorf pachtete. Übrigens hat er hier 1979 schon seinen Zivildienst absolviert, damals noch in der Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf.
Heute genießt er die vielseitige Arbeit mit vielen Menschen in einem vielseitigen Betrieb. Und dabei ist er immer noch mit Leib und Seele Landwirt geblieben. Seine Schwerpunkte hat Johannes im Ackerbau, in der Hofmolkerei und in der Betriebswirtschaft. Ehrenamtlich engagiert er sich als Sprecher der Bioland-Milchlieferanten in NRW. Gerade hat er ein Haus ganz nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut.

Ulrich Schumacher
Uli, Jahrgang 1961, kommt eigentlich aus dem östlichen Ruhrgebiet und hat nach der landwirtschaftlichen Ausbildung Agrarwissenschaften an der Universität Gießen studiert. Nach einigen Jahren Betriebsleiter- und Beratertätigkeit in Westfalen und Brandenburg wohnt er seit 1995 mit seiner Frau Monika und seinen drei Töchtern (Maike, Wiebke und Franziska) in Wilhelmsdorf. Seine Arbeitsschwerpunkte in der Betriebsleitung sind die Kühe und die Vermarktung. Im Nebenberuf ist er seit vielen Jahren noch beim Bioland-Verband als Fachreferent für Tierhaltung angestellt. Für Entspannung sorgt neben der Familie und dem alljährlichen Ostseeurlaub das Laufen, was er mit Begeisterung betreibt, - in der Hermannsläuferstadt Bielefeld nichts ungewöhnliches.

Dirk Brockmann
Schon 1997 machte Dirk sein Praktikum in Wilhelmsdorf und war damals als Bauhelfer und Erntehelfer aktiv. Der gelernte Fotograf hat dann ökologische Landwirtschaft in Witzenhausen studiert und anschließend mehrere Jahre bei der Bioland Handelsgesellschaft Baden-Württemberg gearbeitet. Doch dann zog es ihn zurück in seine ostwestfälische Heimat. Seit 2007 leitet er den Lieferservice. Er ist Ansprechpartner für alle Kunden, kümmert sich um deren Anliegen, betreut die Webseite und den Online-Shop und sorgt für eine funktionierende Logistik.
Anke Sehr
Anke Sehr ist schon seit 2001 auf Gut Wilhelmsdorf und hat bisher engagiert in der Molkerei und auch als Fahrerin im Lieferdienst gearbeitet. Mittlerweile hat Anke die Leitung der Molkerei übernommen und hält Dirk Brockmann zusätzlich im Lieferdienst den Rücken frei.
Ursprünglich kommt sie aus dem sozialen Bereich und hat unter anderem soziale Betriebswirtschaft studiert. Sie ist ihre kompetente Ansprechpartnerin für alle Belange des Lieferdienstes, sei es bei der Bearbeitung von Bestellungen oder der Tourenplanung.

Joachim Rehling
Inzwischen ein Wilhelmsdorfer Urgestein kümmert er sich um die Fütterung der Kühe, die Maschinen und die Biogasanlage. Joachim ist ein eingefleischter Bastler – kein Wunder, denn er hat nicht nur Landwirtschaft studiert, sondern vorher auch eine Landmaschinenlehre absolviert. Seine Vielseitigkeit macht ihn beinahe unverzichtbar. Sein Motto „nur die Ruhe kann uns retten“ zeigt seine Oldenburger Mentalität und so ist er vor allem auch ein Vorbild für die Auszubildenden. Die Biogasanlage mit all ihren kleinen Raffinessen und Empfindlichkeiten hat er immer im Blick. Alternativ zum Hobby Biolandwirtschaft und Technik geht er Mountainbiken, Seekajakfahren oder Segeln auf Nord- und Ostsee.

Tobias Pankoke
Der einzige echte Sennestädter in unseren Reihen hat eine zupackende Art. Die braucht man auch als staatlich geprüfter Landwirt. Denn in der Landwirtschaft darf man vor der Arbeit „nicht Bange sein“. Tobias hat nicht nur ein Händchen für das Rindvieh und den Ackerbau, er ist auch bei allen Baumaßnahmen mit jugendlichem Enthusiasmus dabei und versteht es die Auszubildenden dabei mit zu nehmen. Auch in seiner Freizeit ist der begeisterte Jäger in Wald und Flur unterwegs.

Seit 1995 bilden wir auf unserem Betrieb junge Menschen im Ausbildungsberuf Landwirt aus. Anfangs hatten wir jedes Jahr einen Lehrling, seit einigen Jahren sind es aufgrund der großen Nachfrage zwei geworden. Meist sind wir für zwei Jahre im voraus ausgebucht.
Die Auszubildenden lernen ihren Beruf meist mit großem Enthusiasmus. In Wilhelmsdorf liegt der Schwerpunkt der Ausbildung bei der ökologischen Milchviehhaltung, dem Ackerbau und der Grünlandwirtschaft. Auch die Pflege und Unterhaltung der Biogasanlage ist Bestandteil der täglichen Arbeitsroutine. Die vielfältige Organisation in einem Betrieb mit vielen Mitarbeitern in verschiedensten Bereichen bekommen die Auszubildenden in Wilhelmsdorf hautnah mit.
Verantwortlich für die Ausbildung sind die beiden Betriebsleiter Johannes Berger und Ulrich Schumacher. Die praktische Ausbildung im täglichen Arbeitsablauf wird von Joachim Rehling, seines Zeichens Landmaschinenschlosser und Dipl. Ing. agr., sowie dem staatlich geprüften Landwirt Tobias Pankoke übernommen. Die versierten Praktiker sind die beste Garantie für eine fundierte praxisorientierte Ausbildung.