Biogasanlage

Wenn man es richtig betrachtet steckt selbst im Rinderdung noch eine gehörige Portion Energie. Warum sollte man diese Energie nicht nutzen?

Seit dem Jahr 2000 betreiben wir eine Biogasanlage, um regenerative Energie zu erzeugen. Als Substrat dienen in erster Linie der hofeigene Wirtschaftsdünger und Futterreste. So werden – ganz nebenbei – 1 Mio. kWh Strom und zusätzlich Wärme für ein angrenzendes Altenheim erzeugt. Bei störungsarmem Betrieb kann unsere Biogasanlage mit ihren 2 Blockheizkraftwerken immerhin fast 300 Haushalte versorgen.

Das Gärsubstrat, die Biogasgülle, dient als Dünger für unseren Futterbau. So erreichen wir eine nahezu geschlossenen Nährstoffkreislauf und können weitgehend auf eine Nährstoffzufuhr von außen verzichten.

Der anfallende Wirtschaftsdünger und nachwachsende Rohstoffe (Pflanzenaufwüchse) werden von den Mikroorganismen bei 38 Grad vergoren. Mit dem entstehenden Methangas – dem Biogas - treibt ein Zündstrahlmotor und ein reiner Gasmotor die Stromgeneratoren an. Bei der Umwandlung von Gas in Strom wird Wärme frei, die nicht ungenutzt verpuffen soll. Sie wird über eine Nahwärmeleitung in das angrenzende Altenheim Boysenhaus geleitet.

Die Biogasanlage hat mehrere ökologisch wertvolle Effekte:

  • Es wird Strom aus vorhandenen, regenerativen Quellen erzeugt und damit die CO2-Bilanz unseres Betriebes deutlich verbessert.
  • Das klimaschädliche Methangas, das bei der Gülle- und Mistlagerung entsteht, entweicht nicht einfach in die Luft, sondern wird zum Antrieb des Generators genutzt.
  • Die Biogasgülle (der Biogasfaulschlamm) enthält weniger Ammoniak und Schwefelverbindungen und bringt weniger Geruchsbelästigung mit sich.
  • Die Biogasgülle kann – zum richtigen Zeitpunkt ausgebracht - besser von den Pflanzen verwertet werden.